Ausbildung Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: Dauer, Struktur und Prüfung
Dein Berichtsheft muss zur Ausbildungsordnung passen, nicht zu einer allgemeinen Vorlage. Die folgenden Angaben sind die Eckdaten, an denen sich Ausbilder und Prüfungsausschuss orientieren.
im Handwerksbetrieb die Handwerkskammer, im Industrie- oder Handelsbetrieb die IHK
Verordnung über die Berufsausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik vom 28. April 2016, BGBl. I S. 1025, in Kraft seit 1. August 2016; seither unverändert
Nicht zu verwechseln mit dem Anlagenmechaniker aus den industriellen Metallberufen: Das ist ein anderer Beruf mit anderer Ordnung. Deiner ist doppelt anerkannt – nach § 25 HwO für das zulassungspflichtige Handwerk Installateur und Heizungsbauer (Anlage A Nr. 24) und nach § 4 BBiG. Im Handwerksbetrieb ist die Handwerkskammer zuständig und es heißt Gesellenprüfung, im Industrie- oder Handelsbetrieb die IHK mit einer Abschlussprüfung. Die Verordnung spricht durchgehend von der „Abschluss- oder Gesellenprüfung“.
Geprüft wird gestreckt, eine Zwischenprüfung gibt es nicht. Teil 1 soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden und deckt die ersten drei Ausbildungshalbjahre ab. Er besteht aus dem Prüfungsbereich „Versorgungstechnik“: insgesamt sieben Stunden für das Anfertigen und Prüfen eines versorgungstechnischen Bauteils oder einer Baugruppe mit situativem Fachgespräch von höchstens zehn Minuten, dazu schriftliche Aufgaben in 60 Minuten. Teil 1 zählt 30 Prozent.
Teil 2 hat vier Bereiche: Kundenauftrag mit 35 Prozent – 15 Stunden Arbeitsaufgabe mit Dokumentation und einem situativen Fachgespräch von höchstens 20 Minuten –, Arbeitsplanung schriftlich in 150 Minuten mit 15 Prozent, Systemanalyse und Instandhaltung schriftlich in 90 Minuten mit 10 Prozent und Wirtschafts- und Sozialkunde in 60 Minuten mit 10 Prozent.
Im Kundenauftrag ist das Einsatzgebiet zu berücksichtigen, das der Betrieb festgelegt hat: Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Lüftungs- und Klimatechnik oder erneuerbare Energien und Umwelttechnik. Zwei praktische Bereiche mit zusammen 65 Prozent, beide mit Fachgespräch – die Prüfung fragt also nicht nur, ob du es kannst, sondern auch, ob du erklären kannst, was du getan hast.
Genau dafür ist das Berichtsheft die Vorarbeit. Rohrwerkstoff, Verbindungstechnik, Nenndurchmesser, Druckprobe mit Wert, Einstellwerte an der Heizungsanlage: Das sind die Angaben, an denen sich ein situatives Fachgespräch entlangbewegt. Wer sie aufgeschrieben hat, kann sie belegen; wer sie im Kopf hatte, hat sie nach drei Jahren nicht mehr.