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Fahrzeuglackierung – spezialisiert auf Fahrzeuglackierer/in

Dein Berichtsheft für
Fahrzeuglackierer/in.

Schleifen, Spachteln, Farbton mischen, lackieren, trocknen – zwischen Vorbereitungsplatz und Lackierkabine bleibt wenig Zeit fürs Berichtsheft. AzubiBericht erstellt dir ein prüfungssicheres Berichtsheft als Fahrzeuglackierer/in in wenigen Minuten.

Drei Jahre Ausbildung, jede Woche ein Nachweis

AzubiBericht übersetzt deine Arbeit an Untergrund, Farbton und Lackaufbau in saubere, prüfungssichere Berichte – ohne Word- oder Excel-Chaos.

Kammerkonforme Inhalte

Untergrundbeurteilung, Füllern, Farbtonfindung, Lackaufbau und Schichtdickenmessung werden so formuliert, wie der Prüfungsausschuss sie erwartet.

Passt zum Werkstattalltag

Ob Smart Repair, Unfallinstandsetzung oder Nutzfahrzeugbeschriftung: Du trägst nach, wann Zeit ist, ohne dass Wochen verloren gehen.

Erkennt die gestreckte Prüfung

Die Gesellenprüfung läuft in zwei Teilen. Dein Heft belegt, welche Arbeiten du vor Teil 1 schon selbst gemacht hast.

Konkrete Tätigkeitsbeispiele für Fahrzeuglackierer/in

Diese Beispiele zeigen typische Inhalte, die in deinem Berichtsheft nachvollziehbar und fachlich sauber dokumentiert werden sollten.

Schadstelle geschliffen, gespachtelt und mit Füller im Verlauf beschichtet.

Farbton über Mischanlage gemischt und mit dem Ausspritzmuster am Fahrzeug verglichen.

Fahrzeug abgeklebt, Basislack aufgetragen und mit Klarlack versiegelt.

Trocknung im Lackierraum überwacht und die Schichtdicke mit dem Messgerät geprüft.

Ausbildung Fahrzeuglackierer/in: Dauer, Struktur und Prüfung

Dein Berichtsheft muss zur Ausbildungsordnung passen, nicht zu einer allgemeinen Vorlage. Die folgenden Angaben sind die Eckdaten, an denen sich Ausbilder und Prüfungsausschuss orientieren.

Regelausbildungsdauer

3 Jahre

Zuständige Stelle

im Handwerksbetrieb die Handwerkskammer, im Industriebetrieb die IHK

Ausbildungsordnung

Verordnung über die Berufsausbildung zum Fahrzeuglackierer/zur Fahrzeuglackiererin (FzgLackAusbV) vom 3. Juli 2003, in Kraft seit 1. August 2003; seit der Berichtigung vom Juli 2003 unverändert

Der Beruf gehört zum zulassungspflichtigen Handwerk Maler und Lackierer (Anlage A der Handwerksordnung) und ist gleichzeitig nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannt. Im Handwerksbetrieb ist damit die Handwerkskammer zuständig und du legst eine Gesellenprüfung ab; bildet ein Industriebetrieb aus, etwa ein Lackierbereich beim Fahrzeughersteller, ist es die IHK und eine Abschlussprüfung. Die Verordnung überschreibt ihren Prüfungsparagrafen deshalb mit „Abschlussprüfung, Gesellenprüfung“.

Zur Ausbildung gehören acht Wochen überbetriebliche Ausbildung: zwei im ersten, drei im zweiten und drei im dritten Jahr. Sie sind Pflicht und gehören in den Nachweis.

Geprüft wird in Zwischenprüfung und Abschlussprüfung. Die Zwischenprüfung soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres liegen: eine Arbeitsaufgabe nach einem Kundenauftrag in höchstens sieben Stunden mit einem Fachgespräch von höchstens zehn Minuten, dazu schriftliche Aufgaben von höchstens 180 Minuten. Verlangt wird das Herstellen einer Oberfläche an einem Fahrzeugteil einschließlich Untergrundvorbereitung und Applikation.

Die Abschlussprüfung hat zwei Teile. Teil A ist eine Arbeitsaufgabe nach einem Kundenauftrag in höchstens 14 Stunden, die zu dokumentieren ist, mit einem Fachgespräch von höchstens 15 Minuten; innerhalb von Teil A zählen Arbeitsaufgabe 85 und Fachgespräch 15 Prozent. Teil B besteht aus Beschichtungstechnik und Gestaltung (höchstens 180 Minuten, 55 Prozent), Instandsetzung und Instandhaltung (höchstens 120 Minuten, 25 Prozent) und Wirtschafts- und Sozialkunde (höchstens 60 Minuten, 20 Prozent).

Bestanden ist, wer in Teil A und Teil B jeweils mindestens ausreichend ist und zusätzlich in zwei der drei Prüfungsbereiche; ein ungenügend in einem Bereich bedeutet nicht bestanden. Wie Teil A und Teil B zur Gesamtnote verrechnet werden, steht nicht in der Verordnung – sie gewichtet nur innerhalb des schriftlichen Teils. Das regelt die Prüfungsordnung deiner Kammer.

Fachrichtungen oder Schwerpunkte gibt es nicht. Gegliedert ist die Ausbildung in berufliche Grundbildung im ersten Jahr und berufliche Fachbildung danach.

Was in welchem Ausbildungsjahr ins Berichtsheft gehört

Ein Berichtsheft, in dem im dritten Jahr noch die Themen des ersten stehen, fällt auf. Die Schwerpunkte sind aus Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan für Fahrzeuglackierer/in abgeleitet.

1. Ausbildungsjahr

Untergrund prüfen, beschichten, Geräte beherrschen

Themenschwerpunkte

  • Prüfen, Bewerten und Vorbereiten von Untergründen (8 Wochen)
  • Herstellen, Bearbeiten, Behandeln und Gestalten von Oberflächen (16 Wochen, der größte Block)
  • Be- und Verarbeiten von Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffen (8 Wochen)
  • Bedienen und Instandhalten von Geräten, Werkzeugen, Maschinen und Anlagen
  • Auftragsübernahme, Planung und Organisation von Arbeitsaufgaben, Arbeiten im Team
  • Lernfelder 1 bis 4: metallische und nichtmetallische Untergründe, Oberflächen herstellen und gestalten

So kann es im Bericht stehen

  • Untergrund durch Sichtprüfung beurteilt, entfettet und Grundierung zum Schutz aufgetragen.
  • Unebenheiten mit Füller ausgeglichen, geschliffen und die Fläche auf Schleifriefen kontrolliert.
  • Farbton nach Farbtonkarte gemischt, Spritzmuster angelegt und mit dem Fahrzeug verglichen.
  • Spritzpistole und Absauganlage mit den Schutzeinrichtungen bedient und gereinigt.

2. Ausbildungsjahr

Erstbeschichtung, Instandsetzung, Demontage

Themenschwerpunkte

  • Ausführen von Demontage- und Montagearbeiten (8 Wochen)
  • Prüfen und Vorbereiten von Untergründen in der Fachbildung, Korrosionsschutz
  • Herstellen von Beschriftungen sowie Design- und Effektlackierungen (erste Stufe)
  • Be- und Verarbeiten von Kleb- und Dichtstoffen
  • Einrichten von Arbeitsplätzen, Gefahrstoffe und Entsorgung
  • Lernfelder 5 bis 8: Erstbeschichtungen, Instandsetzung, Reparaturlackierungen, Objekte gestalten

So kann es im Bericht stehen

  • Fahrzeugteile abgedeckt und abgeklebt und die Korrosion nach Rostgrad beurteilt und entfernt.
  • Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz an den Schweißnähten ausgeführt.
  • Kleb- und Dichtstoffe ausgewählt, angemischt und verarbeitet.
  • Innenverkleidung und Instrumententräger demontiert, gelagert und wieder montiert.

3. Ausbildungsjahr

Farbtonfindung, Effektlack, Werbeträger

Themenschwerpunkte

  • Herstellen von Beschriftungen, Design- und Effektlackierungen (10 Wochen)
  • Herstellen, Bearbeiten, Behandeln und Gestalten von Oberflächen (10 Wochen)
  • Bedienen und Instandhalten von Anlagen, Lackierkabine und Trocknung (8 Wochen)
  • Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen, Tätigkeitsnachweise, Zeit- und Materialerfassung
  • Schadensdiagnose, Beilackierung und Smart-Repair-Verfahren
  • Lernfelder 9 bis 12: Lackierverfahren, Design- und Effektlackierungen, Oberflächen aufbereiten, mobile Werbeträger

So kann es im Bericht stehen

  • Schadensdiagnose erstellt, Farbnuance ermittelt und die Beilackierung festgelegt.
  • Metalleffektlackierung hergestellt und die Verlaufszone kontrolliert.
  • Smart-Repair-Verfahren ausgewählt, angewendet und das Ergebnis beurteilt.
  • Gestaltungsentwurf für einen mobilen Werbeträger erstellt und umgesetzt.

Beispiel-Wochenberichte Fahrzeuglackierer/in

Drei ausgeschriebene Wochen, wie sie ein Prüfungsausschuss gern liest: Tätigkeit, Werkzeug oder System, Ergebnis. Die Beispiele sind erfunden und enthalten keine echten Betriebs- oder Kundennamen – abschreiben bringt dir nichts, als Muster für deine eigene Woche schon.

Woche 16 – 1. Ausbildungsjahr

Vorbereitungsplatz
  • Montag: Untergrund an einem Kotflügel beurteilt, entfettet und angeschliffen.
  • Dienstag: Spachtelmasse aufgetragen, nach dem Aushärten geschliffen und die Kontur geprüft.
  • Mittwoch: Füller im Verlauf aufgetragen und die Trockenzeit nach Herstellerangabe eingehalten.
  • Donnerstag: Farbton nach Karte gemischt, Spritzmuster angelegt und mit dem Fahrzeug verglichen.
  • Freitag: Spritzpistole zerlegt, gereinigt und die Absauganlage gewartet.

Berufsschule: Lernfeld 1 Metallische Untergründe bearbeiten, Lernfeld 3 Oberflächen herstellen.

Woche 29 – 2. Ausbildungsjahr

Instandsetzung und Korrosionsschutz
  • Montag: Fahrzeug demontiert: Stoßfänger, Zierleisten und Leuchten abgenommen und gelagert.
  • Dienstag: Korrosion am Radlauf nach Rostgrad beurteilt und mechanisch entfernt.
  • Mittwoch: Hohlraumversiegelung eingebracht und Unterbodenschutz an den Nähten aufgebaut.
  • Donnerstag: Dichtnaht mit Kleb- und Dichtstoff nachgezogen und die Verarbeitungszeit beachtet.
  • Freitag: Überbetrieblicher Lehrgang: Reparaturlackierung mit Beilackierung geübt.

Berufsschule: Lernfeld 6 Instandsetzungsmaßnahmen, Lernfeld 7 Reparaturlackierungen ausführen.

Woche 18 – 3. Ausbildungsjahr

Kundenauftrag Effektlackierung
  • Montag: Kundenauftrag aufgenommen, Schaden dokumentiert und den Arbeitsablauf geplant.
  • Dienstag: Farbnuance ermittelt, Ausspritzmuster erstellt und die Beilackierungszone festgelegt.
  • Mittwoch: Basislack in Metalleffekt aufgetragen und den Verlauf kontrolliert.
  • Donnerstag: Klarlack aufgetragen, Trocknung überwacht und Schichtdicke gemessen.
  • Freitag: Fläche poliert, Ergebnis dokumentiert, Zeitaufwand und Materialverbrauch erfasst.

Berufsschule: Lernfeld 10 Design- und Effektlackierungen, Lernfeld 11 Oberflächen aufbereiten.

Häufige Fehler im Berichtsheft als Fahrzeuglackierer/in

Die meisten Beanstandungen haben nichts mit Rechtschreibung zu tun, sondern damit, dass der Eintrag nicht zeigt, was du wirklich gemacht hast. Diese Punkte fallen bei Fahrzeuglackiererinnen und Fahrzeuglackierer besonders oft auf.

Zeit und Material fehlen

„Tätigkeitsnachweise erstellen, Zeitaufwand und Materialverbrauch erfassen“ ist ein eigenes Lernziel dieses Berufs. Ein Wochenbericht ohne Zeit- und Materialangaben verfehlt damit einen Ausbildungsinhalt – und die Empfehlung des BIBB-Hauptausschusses verlangt die Zeitdauer ohnehin.

Nur Tätigkeiten, keine Begründung

Teil A der Prüfung ist eine Arbeitsaufgabe, die dokumentiert wird, plus Fachgespräch. Wer im Heft nie begründet, warum er einen Aufbau so gewählt hat, übt das Fachgespräch nicht. Ein Satz zur Entscheidung reicht schon.

Die acht Wochen überbetriebliche Ausbildung fehlen

Sie sind in der Verordnung vorgeschrieben und die Kammern verlangen ausdrücklich, überbetriebliche Unterweisungen als eigene Kategorie zu dokumentieren. Es ist der Teil, der am häufigsten komplett fehlt.

Gefahrstoffe kommen nie vor

Gefahrstoffe erkennen, Schutzmaßnahmen ergreifen und die umweltgerechte Entsorgung veranlassen ist eine eigene Position und in beiden fachlichen Prüfungsbereichen zu berücksichtigen. Im Lackierbetrieb ist das Alltag – im Heft steht es selten.

Stichtag 31.12.2026

Das Online-Berichtsheft der IHK wird abgeschaltet. Deine Nachweispflicht bleibt.

Zum 31.12.2026 endet das Online-Berichtsheft der IHK. Was verschwindet, ist ein Werkzeug – nicht die Pflicht. Nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG gehört das Führen eines schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweises zu deinen Pflichten als Auszubildende oder Auszubildender. Welche Norm die Zulassung regelt, hängt an deinem Betrieb: im Industriebetrieb § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG, im Handwerksbetrieb § 36 Abs. 1 Nr. 2 HwO und bei gestreckter Gesellenprüfung zusätzlich § 36a HwO. Verlangt wird in beiden Fällen dasselbe: ordnungsgemäß geführte Ausbildungsnachweise, vorgelegt über den Ausbildenden. Wenn du das IHK-Tool genutzt hast, exportiere deine Wochen, solange du noch Zugriff hast, und schreib lückenlos weiter.

Ob die Handwerkskammer oder die IHK zuständig ist, hängt an deinem Betrieb. Im Handwerk regelt § 36 Abs. 1 Nr. 2 HwO die Zulassung, im Industriebetrieb § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG. Verlangt wird beides Mal derselbe Nachweis.

Wie streng im Handwerksbetrieb die Handwerkskammer, im Industriebetrieb die IHK prüft und in welcher Form der Nachweis vorgelegt werden muss, entscheidet die zuständige Stelle selbst. Frag dort im Zweifel nach, bevor du auf ein Format umstellst.

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Der billigste Einstieg ist der teuerste Weg

Deine Ausbildung dauert keinen Monat, sondern drei Jahre. Und so lange brauchst du das Berichtsheft auch. Dieselbe Zeit, drei Wege:

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