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Fahrzeugbau – spezialisiert auf Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

Dein Berichtsheft für
Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in.

Schäden beurteilen, Blechteile richten, Schweißarbeiten ausführen, Aufbauten montieren – in der Werkstatt zählt saubere Dokumentation. AzubiBericht erstellt dir ein prüfungssicheres Berichtsheft als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in in wenigen Minuten.

Karosserie- und Fahrzeugbau verständlich dokumentieren

AzubiBericht übersetzt deine Tätigkeiten von Instandsetzung bis Aufbau in saubere, prüfungssichere Berichte – ohne Word- oder Excel-Chaos.

Kammerkonforme Inhalte

Wir orientieren uns an typischen Tätigkeiten wie Schadensanalyse, Demontage/Montage, Richt- und Schweißarbeiten, Korrosionsschutz und Funktionsprüfungen. Deine Einsätze werden passend formuliert.

Strukturierte PDFs

Wochenübersicht, Seitenzahlen, Unterschriftsfelder – alles automatisch sauber aufgebaut und ausbildungsgeeignet.

Ideal für Rückstände

Wenn du mehrere Wochen nachtragen musst, unterstützt dich der Generator beim strukturierten Aufholen – ohne Copy-Paste.

Konkrete Tätigkeitsbeispiele für Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

Diese Beispiele zeigen typische Inhalte, die in deinem Berichtsheft nachvollziehbar und fachlich sauber dokumentiert werden sollten.

Unfallschaden aufgenommen, Karosserie am Messsystem vermessen und Abweichungen protokolliert.

Seitenwand ausgeschnitten, neues Blechteil eingepasst und punktgeschweißt.

Kotflügel ausgebeult, gespachtelt und für die Lackiervorbereitung geschliffen.

Anhängerkupplung nachgerüstet, Elektrosatz angeschlossen und Funktion geprüft.

Ausbildung Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in: Dauer, Struktur und Prüfung

Dein Berichtsheft muss zur Ausbildungsordnung passen, nicht zu einer allgemeinen Vorlage. Die folgenden Angaben sind die Eckdaten, an denen sich Ausbilder und Prüfungsausschuss orientieren.

Regelausbildungsdauer

3,5 Jahre

Zuständige Stelle

im Handwerksbetrieb die Handwerkskammer, im Industriebetrieb die IHK

Ausbildungsordnung

Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikerausbildungsverordnung (KFBauMechAusbV) vom 1. Mai 2023, BGBl. 2023 I Nr. 120, in Kraft seit 1. August 2023; sie hat die Fahrzeugbaumechanikerausbildungsverordnung von 2014 ersetzt

Der Beruf ist seit 1. August 2023 neu geordnet. Wenn du eine Vorlage oder ein Merkblatt aus der Zeit davor benutzt, steht dort noch die Verordnung von 2014 mit anderen Fachrichtungen – für Verträge ab August 2023 gilt sie nicht mehr.

Er ist doppelt anerkannt: nach § 4 Abs. 1 BBiG und nach § 25 HwO für das zulassungspflichtige Handwerk Karosserie- und Fahrzeugbauer (Anlage A Nr. 15). Daraus folgt der Unterschied, der für dein Heft zählt: Im Handwerksbetrieb ist die Handwerkskammer zuständige Stelle und du legst eine Gesellenprüfung ab, im Industriebetrieb ist es die IHK mit einer Abschlussprüfung. Die Verordnung selbst spricht deshalb durchgehend von der „Abschluss- oder Gesellenprüfung“.

Geprüft wird gestreckt. Teil 1 soll im vierten Ausbildungshalbjahr liegen und besteht aus dem Prüfungsbereich „Arbeitsauftrag“ – ein Prüfungsprodukt aus mehreren Teilprodukten mit auftragsbezogenem Fachgespräch, insgesamt 375 Minuten – mit 20 Prozent und dem schriftlichen Bereich „Auftragsplanung“, 90 Minuten, mit 10 Prozent. Teil 1 wiegt zusammen 30 Prozent.

Teil 2 besteht aus dem „Kundenauftrag“ mit 40 Prozent, dem schriftlichen Bereich deiner Fachrichtung mit 20 Prozent (180 Minuten) und Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 Prozent. Der Kundenauftrag dauert 12 Stunden in der Karosserieinstandhaltungstechnik und 14 Stunden in den beiden anderen Fachrichtungen, jeweils mit einem situativen Fachgespräch von höchstens 20 Minuten und einer Dokumentation mit praxisüblichen Unterlagen.

Der Kundenauftrag ist Sperrfach und muss mindestens ausreichend sein, ebenso das Ergebnis von Teil 2 insgesamt. Dazu muss mindestens ein weiterer Bereich aus Teil 2 mindestens ausreichend und keiner ungenügend sein. Im Handwerk gilt zusätzlich: Teil 1 ist nicht eigenständig wiederholbar (§ 31 Abs. 1 HwO).

Vereinbaren kannst du die Zusatzqualifikation „Arbeiten unter Spannung an Hochvoltsystemen in Fahrzeugen“. Sie wird gesondert geprüft, im zeitlichen Zusammenhang mit Teil 2, mit Arbeitsaufgabe, Fachgespräch und schriftlichem Teil in zusammen 100 Minuten. Wenn du sie machst, schreib die Hochvolt-Einsätze im Heft ausdrücklich mit.

Fachrichtungen und Schwerpunkte

  • Karosserieinstandhaltungstechnik
  • Karosserie- und Fahrzeugbautechnik (zusätzlich mit Einsatzgebiet Karosseriebau oder Fahrzeugbau)
  • Caravan- und Reisemobiltechnik

Schreib im Berichtsheft mit, welcher Schwerpunkt in deinem Betrieb gilt. Der Prüfungsausschuss liest die Einträge vor diesem Hintergrund.

Was in welchem Ausbildungsjahr ins Berichtsheft gehört

Ein Berichtsheft, in dem im dritten Jahr noch die Themen des ersten stehen, fällt auf. Die Schwerpunkte sind aus Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan für Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in abgeleitet.

1. Ausbildungsjahr

Warten, Messen, Demontieren und Montieren

Themenschwerpunkte

  • Fahrzeuge und Systeme nach Vorgaben warten und inspizieren (Lernfeld 1)
  • Einfache Baugruppen prüfen, demontieren, austauschen und montieren (Lernfeld 2)
  • Funktionsstörungen identifizieren und beseitigen (Lernfeld 3)
  • Umrüstarbeiten nach Kundenwünschen (Lernfeld 4)
  • Messen und Prüfen von Systemen – 7 der ersten 78 Wochen laut Ausbildungsrahmenplan
  • Demontieren, Reparieren und Montieren von Bauteilen und Baugruppen – mit 17 Wochen der größte Block am Anfang

So kann es im Bericht stehen

  • Wartung nach Serviceplan durchgeführt, Betriebsflüssigkeiten und Bereifung geprüft und den Fehlerspeicher ausgelesen.
  • Solldaten ermittelt, Messverfahren und Messmittel ausgewählt und die Messwerte bewertet.
  • Bauteile außer Betrieb genommen, gekennzeichnet, werterhaltend abgelegt und Reststoffe getrennt entsorgt.
  • Karosseriebauteil nach Skizze geplant, angefertigt und auf Maßhaltigkeit geprüft.

2. Ausbildungsjahr

Fügen, Werkstoffe, Elektrik – und Teil 1 der Prüfung

Themenschwerpunkte

  • Fahrzeugteile aus Metall planen und herstellen (Lernfeld 5)
  • Nichtmetallische Werk- und Verbundstoffe be- und verarbeiten (Lernfeld 6)
  • Elektrische und elektronische Systeme instand halten und installieren (Lernfeld 7)
  • Fahrwerks- und Bremssysteme instand halten und installieren (Lernfeld 8)
  • Außer- und Inbetriebnehmen fahrzeugtechnischer Systeme, einschließlich Spannungsfreischalten
  • Instandsetzen von Fahrzeugen und Fügen von Bauteilen – der Schwerpunkt ab Monat 19 mit 12 Wochen

So kann es im Bericht stehen

  • System nach Arbeitsanweisung spannungsfrei geschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert.
  • Schraub- und Nietverbindungen hergestellt und die Lagegenauigkeit kontrolliert.
  • Blechteil aus Metall geplant, zugeschnitten, umgeformt und eingepasst.
  • Kunststoffbauteil instand gesetzt und die Verbindung nach Herstellervorgabe hergestellt.

3. Ausbildungsjahr

Schadensbeurteilung und Fachrichtung

Themenschwerpunkte

  • Schadensumfänge beurteilen – in der Karosserieinstandhaltungstechnik allein 12 Wochen
  • Karosserien, Aufbauten, Fahrgestelle und Fahrwerke instand halten (26 Wochen in der Instandhaltungstechnik)
  • Vernetzte Fahrzeugsysteme diagnostizieren, instand setzen und kalibrieren
  • Strukturschäden rückverformen, Abschnittsreparaturen ausführen (Lernfelder 10 und 11 der Fachrichtung)
  • In der Fachrichtung Karosserie- und Fahrzeugbautechnik: Karosserien und Aufbauten herstellen, umbauen und nachrüsten
  • In der Caravan- und Reisemobiltechnik: Interieur, Heizung, Lüftung, Klima und sanitäre Anlagen

So kann es im Bericht stehen

  • Schadensumfang beurteilt, Fehlerspeicher ausgelesen und Funktionskontrollen durchgeführt.
  • Strukturschaden auf der Richtbank rückverformt und die Karosseriemaße nachgemessen.
  • Bordnetz und Energiemanagement geprüft und eine Störung in der Verkabelung instand gesetzt.
  • Fahrerassistenzsystem nach der Reparatur kalibriert und das Ergebnis protokolliert.

4. Ausbildungsjahr

Oberflächen, Zubehör, Übergabe – und der Kundenauftrag

Themenschwerpunkte

  • Oberflächen ausbeulen, beschichten und aufbereiten (Lernfeld 13)
  • Zubehör- und Zusatzsysteme kalkulieren, an- und einbauen (Lernfeld 14)
  • Kontrollieren und Übergeben von Fahrzeugen, Verkehrs- und Betriebssicherheit
  • Mess- und Prüfprotokolle erstellen und analysieren – ausdrücklicher Prüfungsinhalt des Kundenauftrags
  • Kundenauftrag üben: Auftrag annehmen, planen, ausführen, dokumentieren, übergeben
  • Hochvoltsysteme: Freischalten, Sichern, Nachweis der Spannungsfreiheit

So kann es im Bericht stehen

  • Oberfläche ausgebeult, den Zustand vorher beurteilt und die Beschichtung aufgebaut.
  • Anhängevorrichtung kalkuliert, montiert und die Elektrik in Betrieb genommen.
  • Verkehrs- und Betriebssicherheit kontrolliert und das Fahrzeug mit Übergabeprotokoll zurückgegeben.
  • Mess- und Prüfprotokoll zum Kundenauftrag erstellt und die Abweichungen ausgewertet.

Beispiel-Wochenberichte Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

Drei ausgeschriebene Wochen, wie sie ein Prüfungsausschuss gern liest: Tätigkeit, Werkzeug oder System, Ergebnis. Die Beispiele sind erfunden und enthalten keine echten Betriebs- oder Kundennamen – abschreiben bringt dir nichts, als Muster für deine eigene Woche schon.

Woche 12 – 1. Ausbildungsjahr

Wartung und Demontage
  • Montag: Inspektion nach Serviceplan begleitet, Betriebsflüssigkeiten geprüft und Reifenprofiltiefe mit 4,2 mm notiert.
  • Dienstag: Stoßfänger demontiert, Befestigungspunkte gekennzeichnet und Kleinteile werterhaltend abgelegt.
  • Mittwoch: Maße einer Türverkleidung mit Messschieber und Winkelmesser aufgenommen und mit den Solldaten verglichen.
  • Donnerstag: Blechhalter nach Skizze angefertigt, gebohrt, entgratet und auf Maßhaltigkeit geprüft.
  • Freitag: Fehlerspeicher ausgelesen, zwei Einträge dokumentiert und dem Gesellen übergeben.

Berufsschule: Lernfeld 1 Fahrzeuge warten und inspizieren, Lernfeld 2 Baugruppen demontieren und montieren.

Woche 31 – 2. Ausbildungsjahr

Fügetechnik und Elektrik
  • Montag: Seitenteil ausgeschnitten, Schnittkante vorbereitet und das Neuteil eingepasst.
  • Dienstag: Punktschweißverbindungen nach Herstellervorgabe gesetzt und an einem Probestück geprüft.
  • Mittwoch: Hochvoltsystem nach Arbeitsanweisung spannungsfrei geschaltet, gesichert und die Spannungsfreiheit festgestellt.
  • Donnerstag: Kabelbaum instand gesetzt, Steckverbindung erneuert und Durchgang gemessen.
  • Freitag: Bremsleitung ersetzt, Anlage entlüftet und die Bremse auf dem Prüfstand kontrolliert.

Berufsschule: Lernfeld 5 Fahrzeugteile aus Metall herstellen, Lernfeld 7 Elektrische Systeme instand halten.

Woche 8 – 4. Ausbildungsjahr

Kundenauftrag Unfallinstandsetzung
  • Montag: Fahrzeug aufgenommen, Schadensumfang beurteilt und den Reparaturweg mit dem Meister abgestimmt.
  • Dienstag: Karosserie am Messsystem vermessen, Abweichungen an zwei Punkten protokolliert.
  • Mittwoch: Struktur auf der Richtbank rückverformt und die Maße erneut geprüft.
  • Donnerstag: Abschnittsreparatur ausgeführt, Naht verschliffen und den Korrosionsschutz aufgebaut.
  • Freitag: Fahrerassistenzsystem kalibriert, Prüfprotokoll erstellt und das Fahrzeug übergeben.

Berufsschule: Lernfeld 10 Strukturschäden rückverformen, Lernfeld 13 Oberflächen aufbereiten.

Häufige Fehler im Berichtsheft als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

Die meisten Beanstandungen haben nichts mit Rechtschreibung zu tun, sondern damit, dass der Eintrag nicht zeigt, was du wirklich gemacht hast. Diese Punkte fallen bei Karosserie- und Fahrzeugbaumechanikerinnen und -mechaniker besonders oft auf.

Fachrichtung steht nirgends

Die Prüfungstätigkeiten in Teil 2 werden nach deiner Fachrichtung und – in der Karosserie- und Fahrzeugbautechnik – nach dem Einsatzgebiet ausgewählt. Wenn im Heft nicht steht, ob du in der Instandhaltung, im Fahrzeugbau oder an Caravans arbeitest, fehlt dem Ausschuss der Rahmen für alles Weitere.

Keine Mess- und Prüfprotokolle

Der Kundenauftrag verlangt ausdrücklich, Mess- und Prüfprotokolle zu erstellen und zu analysieren. Wer in 3,5 Jahren keines im Heft hat, dokumentiert erkennbar neben dem Rahmenplan her. Schreib Messmittel, Sollwert, Istwert und Bewertung mit.

Hochvolt ohne Sicherungsmaßnahmen

Freischalten, Sichern gegen Wiedereinschalten und Feststellen der Spannungsfreiheit sind eigene Rahmenplan- und Prüfungsinhalte. Ein Eintrag „an E-Auto gearbeitet“ ist fachlich zu dünn und sieht im schlechtesten Fall nach einem Sicherheitsverstoß aus.

Werkstoff und Verfahren fehlen

„Blech geschweißt“ genügt nicht. Handwerkskammern verlangen die Tätigkeit mit Werkstoff, Verfahren, Maschine und Prüfmittel, dazu die Angabe, ob du selbständig gearbeitet hast. Das ist derselbe Detailgrad, den der Prüfungsausschuss später hören will.

Stichtag 31.12.2026

Das Online-Berichtsheft der IHK wird abgeschaltet. Deine Nachweispflicht bleibt.

Zum 31.12.2026 endet das Online-Berichtsheft der IHK. Was verschwindet, ist ein Werkzeug – nicht die Pflicht. Nach § 13 Satz 2 Nr. 7 BBiG gehört das Führen eines schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweises zu deinen Pflichten als Auszubildende oder Auszubildender. Welche Norm die Zulassung regelt, hängt an deinem Betrieb: im Industriebetrieb § 43 Abs. 1 Nr. 2 BBiG, im Handwerksbetrieb § 36 Abs. 1 Nr. 2 HwO und bei gestreckter Gesellenprüfung zusätzlich § 36a HwO. Verlangt wird in beiden Fällen dasselbe: ordnungsgemäß geführte Ausbildungsnachweise, vorgelegt über den Ausbildenden. Wenn du das IHK-Tool genutzt hast, exportiere deine Wochen, solange du noch Zugriff hast, und schreib lückenlos weiter.

Wie streng im Handwerksbetrieb die Handwerkskammer, im Industriebetrieb die IHK prüft und in welcher Form der Nachweis vorgelegt werden muss, entscheidet die zuständige Stelle selbst. Frag dort im Zweifel nach, bevor du auf ein Format umstellst.

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