Ausbildung Land- und Baumaschinenmechatroniker/in: Dauer, Struktur und Prüfung
Dein Berichtsheft muss zur Ausbildungsordnung passen, nicht zu einer allgemeinen Vorlage. Die folgenden Angaben sind die Eckdaten, an denen sich Ausbilder und Prüfungsausschuss orientieren.
Der Beruf ist doppelt anerkannt: als Handwerksberuf und als Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. In einem Handwerksbetrieb ist die Handwerkskammer zuständige Stelle und der Abschluss eine Gesellenprüfung, in einem Industriebetrieb die Industrie- und Handelskammer mit Abschlussprüfung. Bis 2014 hieß der Beruf Land- und Baumaschinenmechaniker.
Geprüft wird gestreckt in zwei Teilen, eine Zwischenprüfung gibt es nicht. Teil 1 soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden, erstreckt sich auf die ersten drei Ausbildungshalbjahre und zählt mit 30 Prozent.
Teil 1 besteht aus einem Prüfungsbereich mit drei Arbeitsaufgaben: ein funktionsfähiges Werkstück herstellen und prüfen, eine systematische Fehlersuche in Beleuchtungsanlage, Signaleinrichtung, Ladestromsystem oder Startsystem, und das Warten von Bauteilen oder Baugruppen. Prüfungszeit acht Stunden plus zwei Stunden schriftlich.
In Teil 2 trägt der Kundenauftrag 35 Prozent, Arbeitsplanung und Funktionsanalyse je 12,5 Prozent und Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent. Beim Kundenauftrag geht es unter anderem um das Inbetriebnehmen eines mechatronischen oder elektrohydraulischen Systems und um systematische Fehlersuche an Motor, Kraftübertragung, Fahrwerk, Lenkung, Bremsanlage oder Anbaugeräten.