Ausbildung Sport- und Fitnesskaufmann/-frau: Dauer, Struktur und Prüfung
Dein Berichtsheft muss zur Ausbildungsordnung passen, nicht zu einer allgemeinen Vorlage. Die folgenden Angaben sind die Eckdaten, an denen sich Ausbilder und Prüfungsausschuss orientieren.
Drei Jahre, zuständige Stelle ist die IHK. Nicht zu verwechseln mit dem Sportfachmann: Das ist ein eigener Beruf mit eigener Verordnung, nur der Rahmenlehrplan der Berufsschule ist teilweise gemeinsam.
Geprüft wird klassisch. Die Zwischenprüfung soll zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres liegen, dauert 120 Minuten und deckt die Inhalte des ersten Jahres ab; der Prüfungsbereich heißt „Leistungsprozesse im Sport- und Fitnessbereich“. Das Ergebnis zählt nicht zur Abschlussnote, die Teilnahme ist aber Zulassungsvoraussetzung.
Die Abschlussprüfung hat vier Bereiche: „Kaufmännische Steuerung von Sport- und Fitnessaktionen“ schriftlich in 120 Minuten mit 30 Prozent, „Angebotsentwicklung und Verkauf“ schriftlich in 90 Minuten mit 30 Prozent, „Trainingsplanung und Beratung“ mit 30 Prozent und Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 Prozent.
Der Bereich Trainingsplanung und Beratung besteht aus zwei Teilen: einer schriftlichen Aufgabe über 30 Minuten, in der du einen Trainingsplan erstellst (40 Prozent des Bereichs), und einer Gesprächssimulation über 15 Minuten (60 Prozent). Beratungsgespräche gehören deshalb genauso ins Heft wie Zahlen.
Ein benanntes Sperrfach gibt es nicht. Bestanden ist, wer im Gesamtergebnis und in mindestens drei der vier Bereiche mindestens ausreichend ist und in keinem ungenügend. Eine mündliche Ergänzungsprüfung ist auf Antrag in einem schriftlichen Bereich möglich, Gewichtung zwei zu eins.
Fachrichtungen, Schwerpunkte oder Wahlqualifikationen kennt die Verordnung nicht. Dafür ist die Position „Sport und Bewegung“ – Eingangschecks, Trainingspläne, Gesundheitsberatung, Trainingsmethoden – laut zeitlicher Gliederung während der gesamten Ausbildung zu vermitteln. Sie darf in keinem Ausbildungsjahr im Heft fehlen.